Zahnkredit - Finanzierung von Zahnersatz und mehr

In Deutschland befindet sich das Gesundheitssystem auf einem hohen Niveau. Dennoch gibt es eine Reihe von Leistungen, die von der gesetzlichen Krankenkasse nicht vollständig übernommen werden. Ein großer Kostenfaktor sind insbesondere für Menschen mittleren und höheren Alters Behandlungen, die in den Bereich Zahnersatz fallen. Schnell können auf diese Weise Kosten im höheren drei- und vierstelligen Bereich entstehen. Manchmal stellt sich daher die Frage, ob es sinnvoll ist, einen Zahnkredit in Anspruch zu nehmen.

Zahnersatz verursacht hohe Kosten

Früher oder später muss im Grunde jeder Mensch einen oder mehrere Zähne ersetzt bekommen. Heutzutage sind mitunter bereits 30- und 40-jährige Menschen von teilweisem Zahnersatz betroffen, sodass eine Konfrontation mit den entstehenden Kosten oft nicht zu vermeiden ist. In den Bereich Zahnersatz fallen insbesondere die folgenden Maßnahmen beim Zahnarzt:

  • Zahnkronen
  • Implantate
  • Spezielle Inlays
  • Teil- oder Vollprothesen

Besonders kostspielig sind in diesem Bereich Implantate sowie Prothesen, denn hier beträgt der Eigenanteil der Patienten nicht selten zwischen 1.000 und 3.000 Euro. Aber auch schon eine Krone kostet mitunter zwischen 300 und 800 Euro, sodass die Kosten für den Zahnersatz schnell im oberen drei- oder vierstelligen Bereich liegen. Zwar sind nicht wenige Menschen der Auffassung, dass diese Kosten von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen werden, doch dies ist zu einem größeren Teil nicht der Fall.

Video: ? Zahnarzt Angst ? Und was kannst DU dagegen tun ? | Zahnarzt Dr. Maximilian Fuhrmann

Zahnkredit: Wie können Zahnersatz-Behandlungen finanziert werden?

In erster Linie geht es um Zahnersatz, wenn sich Verbraucher die Frage stellen, wie bestimmte Zahnbehandlungen finanziert werden können. Eine Möglichkeit besteht darin, sich für einen sogenannten Zahnkredit zu entscheiden. Dabei handelt es sich allerdings nicht um ein spezielles Darlehen, welches die Banken zur Verfügung stellen würden. Stattdessen werden normalerweise gewöhnliche Ratenkredite und Onlinekredite als Zahnkredite bezeichnet, wenn die Zahnersatzbehandlung der Grund dafür ist, dass von der Bank Geld benötigt wird. Darüber hinaus gibt es noch weitere Finanzierungsmöglichkeiten, mit denen wir uns im Folgenden etwas näher beschäftigen möchten.

In der Übersicht werden insbesondere die folgenden Finanzierungsalternativen oft unter dem Begriff Zahnkredit zusammengefasst:

  • Klassischer Ratenkredit
  • Zahlungsvereinbarungen mit dem Zahnarzt
  • Spezielle Kredite von Finanzierungsdienstleistern

Der klassische Ratenkredit als Zahnkredit

In erster Linie wird der klassische Ratenkredit genutzt, um die entstehenden Ausgaben für den Zahnersatz zu finanzieren. Der Ratenkredit dient also zur Finanzierung von Zahnersatz oder anderen Kosten, die im Zusammenhang mit einer Zahnbehandlung entstehen, sodass dann häufig von einem Zahlenkredit gesprochen wird. Zur Verfügung gestellt werden klassische Ratenkredite von nahezu allen Kreditgebern, die im Finanzierungsbereich aktiv sind, also insbesondere von:

  • Filialbanken
  • Direktbanken
  • Ausländische Kreditinstitute

Es gibt demzufolge eine große Anzahl von Anbietern, die einen Ratenkredit anbieten, der als Zahlenkredit dienen kann. Der Vorteil ist die einfache und oft schnelle Abwicklung, denn bei Onlinekrediten dauert es häufig nur wenige Tage zwischen Beantragung und Auszahlung der Kreditsumme. Zudem sind Ratenkredite als Zahnkredite aktuell aufgrund der Niedrigzinsphase zu einem recht günstigen Zinssatz zu haben.

Ratenzahlungsvereinbarung mit dem Zahnarzt treffen

Eine Finanzierungsvariante kommt in den letzten Jahren immer häufiger zum Tragen, wenn es darum geht, die Kosten für den Zahnersatz abzudecken. Eine wachsende Anzahl von Zahnärzten und Zahnlaboren ist dazu bereit, mit ihren Patienten eine Ratenzahlungsvereinbarung zu treffen. Was heißt das konkret? Nehmen wir einmal an, Sie haben gerade ein Implantat bekommen und müssen dementsprechend einen Eigenanteil von etwa 2.000 Euro tragen. Diesen Betrag möchten Sie nun finanzieren und kontaktieren deshalb Ihren Zahnarzt. Dieser ist dazu bereit, mit Ihnen eine Ratenzahlungsvereinbarung zu treffen. Diese beinhaltet die folgenden Details:

  • Betrag: 2.000 Euro
  • Zinssatz: 2,9 %
  • Laufzeit: 12 Monate
  • Monatliche Rate: 171,50 Euro

In diesem Fall müssen Sie die Kosten in Höhe von 2.000 Euro als Ihren Eigenanteil nicht sofort tragen, sondern stattdessen haben Sie die Möglichkeit, Monat für Monat rund 172 Euro an den Zahnarzt zu überweisen. Der Vorteil ist, dass solche Ratenzahlungsvereinbarungen mit dem Zahnarzt oder dem Zahnarztlabor häufig zu recht günstigen Konditionen abgeschlossen werden. Manche Zahnärzte verzichten und sogar komplett auf einen Zins, sodass es sich im Grunde um eine Null-Prozent-Finanzierung handelt. 

Spezielle Finanzdienstleister als weitere Option

Einen Zahnkredit vergeben auch manche Finanzdienstleister, die sich zum Beispiel auf die Finanzierung im Gesundheitsbereich spezialisiert haben. Sie können sich den Zahnkredit dann wie einen Autokredit vorstellen, der zum Beispiel von einem Automobilclub vergeben wird. Letztendlich handelt es sich auch dabei um einen Ratenkredit bzw. um eine Zahlungsvereinbarung, die Sie mit den entsprechenden Anbietern treffen. Daher funktioniert der Zahnkredit in diesem Bereich genauso wie ein klassischer Ratenkredit. Sie erhalten einen Darlehensbetrag und können davon die entstehenden Kosten für den Zahnersatz begleichen. Anschließend zahlen Sie den erhaltenen Betrag in monatlichen Raten an den Finanzdienstleister zurück.

Kredit von privat als weitere Alternative zum Zahnkredit der Bank

Eine weitere Finanzierungsalternative kann der Kredit von privat sein. Zwar gibt es auch hier keine speziellen Zahnkredite im eigentlichen Sinne, aber dafür gibt es normalerweise keine Begrenzung des Verwendungszwecks. Daher können Sie das privat geliehene Geld zum Beispiel dafür verwenden, um die Kosten für ein Implantat oder eine Teilprothese abzudecken.

Der Kredit von privat funktioniert so, dass Sie sich auf einer speziellen Plattform anmelden. Diese Plattformen werden häufig als Crowdlending- oder Crowdfunding-Plattformen bezeichnet. Während Sie nach einer Finanzierung suchen, gibt es auf der anderen Seite Kapitalgeber privater Natur, die ihr Geld gegen einen Zins verleihen. Solch eine Plattform bietet sich insbesondere dann an, wenn Sie eine eher mittelmäßige oder sogar schlechte Bonität haben und die Bank vielleicht aufgrund eines negativen Schufa-Eintrages eine Kreditvergabe abgelehnt. In einem solchen Fall kann der Kredit von privat sogar die einzige Möglichkeit sein, wie Sie einen Zahnkredit erhalten und die Kosten beim Zahnarzt decken können.

Zahnkredit vermeiden: Rechtzeitig Zahnzusatzversicherung abschließen

Bis auf wenige Ausnahmen, nämlich bei der Null-Prozent-Finanzierung, kostet die Aufnahme eines Zahnkredites stets Geld in Form zu zahlender Zinsen. Daher wäre es durchaus sinnvoll, dass Sie im Vorfeld vermeiden, überhaupt einen größeren Eigenanteil für eine Zahnersatzbehandlung tragen zu müssen. Die geeignete Lösung wäre in diesem Fall eine private Zahnzusatzversicherung. Da insbesondere gesetzlich Krankenversicherte je nach Tarif und Bonus beim Zahnersatz für gewöhnlich einen Eigenanteil zwischen 40 bis 60 Prozent der Kosten tragen müssen, bietet es sich an, frühzeitig eine Zahnzusatzversicherung abzuschließen.

In diesem Fall würde - je nach Tarif - der Versicherer nämlich durchschnittlich zwischen 80 bis 100 Prozent der anfallenden Kosten übernehmen, die im Zusammenhang mit dem Zahnersatz stehen. Das Resultat wäre, dass Sie nur noch einen geringen oder gar keinen Eigenanteil mehr tragen müssen, sodass die Aufnahme eines Zahnkredites nicht notwendig wäre. Beachten Sie allerdings, dass bei der Zahnzusatzversicherung meistens Wartefristen zwischen 12 bis 24 Monaten gibt, sodass trotz Existieren einer solchen Versicherung die Aufnahme eines Zahnkredites bei akuten Problemen notwendig sein kann.

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