Privatkredit ohne Schufa - Darlehen der Bank oder von Privatpersonen

Banken teilen ihre Kunden meistens in zwei große Gruppen ein. Einerseits sind das die Privat- und zum anderen die Geschäftskunden. Alle Darlehen, die an Privatkunden vergeben werden, werden landläufig auch unter dem Begriff Privatkredite zusammengefasst. Sollte sich ein negativer Schufa-Eintrag zeigen, würde der Darlehensantrag in der Regel abgelehnt.

Auf der anderen Seite existieren manche Angebote, die auch bei einer negativen Schufa gelten. Der Privatkredit ohne Schufa wird entweder als klassischer Ratenkredit seitens der Bank zur Verfügung gestellt oder von Privatpersonen, die über ein spezielles Portal aktiv sind. Mit beiden Finanzierungsvarianten möchten wir uns im folgenden Beitrag näher beschäftigen.

Der Privatkredit als klassischer Ratenkredit der Bank

Für gewöhnlich wird bei Banken von einem Privatkredit gesprochen, wenn das Darlehen nur Privatpersonen zur Verfügung gestellt wird, damit Konsumausgaben finanziert werden können. Der Privatkredit ist demzufolge entweder ein Dispositionskredit, ein Ratenkredit oder auch ein Immobiliendarlehen. In den meisten Fällen handelt es sich beim Privatkredit der Banken um einen Ratenkredit, mit dem bestimmte Ausgaben finanziert werden. Dabei handelt es sich zum Beispiel um:

  • Autokauf
  • Kauf von Elektro- oder Mediengeräten
  • Buchung einer Urlaubsreise
  • Umzug
  • Größere Reparaturen

In all diesen Fällen stellen Banken Privatkredite als Ratenkredite zur Verfügung. Was aber passiert, wenn sich ein negatives Schufa-Merkmal in den über die Person gespeicherten Daten befindet?

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Privatkredit ohne Schufa: Schweizer Kredit als Option

Der Privatkredit ohne Schufa ist nichts anderes als ein sogenannter Schweizer Kredit. Diese Darlehen werden auch als schufafreie Kredite oder Kredite ohne Schufa bezeichnet. Auch in diesem Fall richtet sich der Privatkredit ausschließlich an Privatpersonen und Privatkunden, die Konsumausgaben finanzieren möchten. Der Unterschied zum gewöhnlichen Privatkredit der Banken besteht jedoch darin, dass auch bei einer negativen Schufa nicht prinzipiell eine Ablehnung des Darlehensantrages erfolgt. Stattdessen haben sich einige Banken - meistens über den Weg von Kreditvermittlern - sogar darauf spezialisiert, Kredite ohne Schufa anzubieten. Der Privatkredit ohne Schufa beinhaltet, dass keine Schufa-Auskunft eingeholt wird. Das bedeutet, dass die Bank die Einschätzung der Bonität nicht daran festmacht, welche Einträge sich in der Schufa-Auskunft befinden.

Wer erhält ein Privatkredit ohne Schufa?

Privatkredite ohne Schufa und allgemein Darlehen ohne Schufa werden heutzutage meistens von Banken vergeben, die sich im Ausland befinden. Allen voran sind es Kreditinstitute aus Liechtenstein, die als Kreditgeber von schufafreien Darlehen und somit auch von Privatkrediten ohne Schufa auftreten. Zwar wird auf das Einholen einer Schufa-Auskunft verzichtet, aber dennoch muss der Kunde einige Voraussetzungen erfüllen, damit eine positive Kreditentscheidung erfolgen kann. Dabei handelt es sich insbesondere um die folgenden Bedingungen für die Darlehensvergabe:

  • Antragsteller muss volljährig sein
  • Abhängige Beschäftigung existiert
  • Unbefristeter Arbeitsvertrag außerhalb der Probezeit
  • Positive Einnahmen- und Ausgabenrechnung
  • Wohnsitz bzw. gewöhnlicher Aufenthalt in Deutschland
  • Deutsches Bankkonto vorhanden
  • Keine sonstigen laufenden Kredite

Nicht alle Anbieter von Privatkrediten ohne Schufa knüpfen die Vergabe des Darlehens an die gleichen Bedingungen, jedoch kommen die zuvor genannten Voraussetzungen häufig zum Tragen. Wer sich allerdings aus bestimmten Gründen nicht an einen Kreditvermittler bzw. an eine Bank werden möchte, um einen Privatkredit ohne Schufa zu erhalten, der hat noch eine andere Option: den Kredit von Privat.

Privatkredit: Kredit von privat über Crowdlending-Plattform

Der Begriff Privatkredit wird auf zweierlei Art und Weise definiert. Zum einen handelt es sich um den bereits angesprochenen Ratenkredit, den Banken zur Verfügung stellen. Zum anderen wird auch dann von einem Privatkredit gesprochen, wenn der sogenannte Kredit von privat gemeint ist. Dabei handelt es sich um ein Darlehen, welches nicht von Banken, sondern stattdessen von ganz normalen Privatleuten vergeben wird.

Damit Kreditsuchende und Kreditgeber (Anleger) zueinander finden, gibt es sogenannte Crowdlending-Plattformen. Über eine solche Plattform haben Kreditsuchende auf der einen Seite die Möglichkeit, ihr Darlehensgesuch näher zu erläutern und auf der Crowdlending-Plattform zu veröffentlichen. Auf der anderen Seite besteht für private Kreditgeber, bei denen es in der Regel um Anleger handelt, die Möglichkeit, ihr Geld zu verleihen und dafür Zinsen zu erhalten. Zwar werden auf einer solchen Crowdlending-Plattform nicht explizit Privatkredite ohne Schufa angeboten.

Dennoch ist es in der Praxis häufiger so, dass die entsprechenden Anleger durchaus dazu bereit sind, für einen höheren Zinssatz unter der Voraussetzung zu verleihen, dass der Kreditnehmer einen negativen Eintrag in der Schufa hat oder dem Einholen der Schufa-Auskunft nicht zustimmen würde. Auf den meisten Crowdlending-Plattformen ist also nicht festgelegt, dass Kredite bei einem negativen Schufa-Eintrag nicht vergeben werden dürfen.

Anbieter stufen Kreditsuchende in Bonitätsklassen ein

Eine gute Hilfe haben Privatpersonen, die anderen Privatleuten über eine Crowdlending-Plattform Geld leihen möchten. So unterstützen die meisten Anbieter der Plattform den Anleger dadurch, dass die Kreditsuchenden in Bonitätsklassen eingeteilt werden. Wer einen negativen Eintrag in der Schufa hat, der fällt deshalb in eine relativ schlechte Bonitätsklasse. Der Kreditgeber weiß also relativ genau, welches erhöhte Risiko mit dem Verleih seines Geldes einher geht. Häufiger ist dies allerdings kein Hinderungsgrund für den Kredit, denn immerhin kann der Anleger in diesem Fall höhere Zinsen verlangen, als wenn der Kreditsuchende über eine sehr gute Bonität verfügt.

Hinzu kommt noch ein weiterer Aspekt: Auf einer Crowdlending-Plattform sammelt der Kreditsuchende meistens nicht nur von einem, sondern von mehreren Geldgebern Kapital ein. Wird beispielsweise ein Darlehensbetrag von insgesamt 10.000 Euro benötigt, kann es sein, dass sich insgesamt 20 oder mehr „kleinere“ Geldgeber finden, die zusammen den gewünschten Betrag liefern. Damit ist natürlich für den einzelnen Kreditgeber das finanzielle Risiko überschaubar, wenn dieser nicht die gesamte Darlehenssumme von 10.000 Euro zur Verfügung stellt, sondern vielleicht nur 500 Euro. Dies ist durchaus ein direkter Vorteil gegenüber dem Privatkredit der Banken, denn natürlich sind die Kreditgeber bei einer Darlehenssumme von 10.000 Euro strenger in der Prüfung, als wenn sie lediglich 500 oder 1.000 Euro verleihen würden.

Privatkredit ohne Schufa vs. Kredit von privat: Welche Alternative ist die bessere?

Beim Privatkredit ohne Schufa gibt es also die bereits angesprochenen Alternativen, nämlich zum einen den Ratenkredit spezieller Banken im Ausland und zum anderen den Kredit von privat. Dieser wird ebenfalls häufiger bei einem negativen Schufa-Eintrag vergeben, sodass er durchaus in einigen Fällen ebenso als Privatkredit ohne Schufa bezeichnet werden kann. Welche allerdings die bessere Variante ist, lässt sich pauschal nicht sagen.

Für einige Kreditnehmer sind die angesprochenen Crowdlending-Plattformen von Vorteil, weil das Kapital von Privatpersonen und nicht von Banken stammt. Andere Kreditsuchende hingegen bevorzugen Banken oder Kreditvermittler, weil sie dort innerhalb weniger Minuten eine Darlehenszusage erhalten. Beim Kredit von privat hingegen dauert es über die entsprechende Plattform - insbesondere bei etwas größeren Darlehenssummen - nicht selten mehrere Wochen, bis das benötigte Kapital eingesammelt ist. Es kann sogar passieren, dass sich nicht genug Geldgeber finden, sodass das Projekt in dem Sinne über die Plattform nicht realisiert werden kann.

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