Kurzzeitkredit - kleine Darlehenssumme mit schneller Rückzahlung

Eine der Kreditformen, die es erst seit wenigen Jahren am deutschen Markt gibt, sind die sogenannten Kurzzeitkredite. Diese werden häufig auch unter der Bezeichnung Mini- oder Mikrokredite angeboten. Kennzeichnend ist unter anderem, dass solche Kurzzeitkredite selten von den regulären Banken, sondern stattdessen von speziellen Minikredit-Anbietern offeriert werden. 

Was ist ein Kurzzeitkredit?

Dass der Kurzzeitkredite oft auch als Mini- oder Mikrokredite angeboten wird, hat vor allem den Hintergrund, dass die mögliche Darlehenssumme sehr begrenzt sind. Darauf gehen wir in einem weiteren Abschnitt des Beitrages noch etwas näher ein, wenn es um die Konditionen solcher Minikredite geht. Der Name Kurzzeitkredite kommt deshalb zustande, weil der Kredit einerseits sehr kurzfristig aufgenommen werden kann, andererseits aber auch über einen sehr kurzen Zeitraum zurückgezahlt werden muss. Kurzzeitkredite würden nahezu ausschließlich über das Internet vergeben, da es sich eben um spezielle Anbieter und nicht um die klassischen Banken handelt.

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Welche Konditionen beinhalten Kurzzeitkredite?

 Mit den Konditionen ist nicht nur der zu zahlende Zinssatz gemeint, sondern vielmehr die Eigenschaften des Kredites und dessen Eckdaten. Wenn Sie sich einmal die Angebote am Markt näher betrachten, dann fällt bei den Kurzzeitkrediten auf, dass diese sich fast alle durch die folgenden Konditionen auszeichnen:

  • Darlehenssumme: 100 bis 1.000 Euro
  • Laufzeit: ein bis drei Monate
  • Zinssatz: 6,9 bis 11,9 %
  • Sicherheiten: keine

Auffällig ist zunächst einmal, dass Kurzzeitkredite nur zu einem relativ geringen Kreditbetrag vergeben werden. Je nach Anbieter beläuft sich die mögliche Darlehenssumme meist auf 100 bis 1.000 Euro. Manche Spezialanbieter erlauben Stammkunden auch einen etwas höheren Betrag, der allerdings selten die 1.500 Euro-Marke überschreitet. Die Laufzeit ist dementsprechend ebenfalls sehr gering. Viele Anbieter von Minikrediten vereinbaren mit ihren Kunden, dass die Darlehenssumme spätestens nach ein, maximal zwei Monaten zurückgezahlt werden muss. Allerdings gibt es bei manchen Anbietern die sogenannte Mehr-Raten-Option, auf die wir später noch näher eingehen werden.

Beim Zinssatz bewegen sich Minikredite für gewöhnlich etwa auf dem Niveau von Dispositionskrediten, sodass Sollzinsen zwischen 7,9 und 11,9 Prozent durchaus üblich sind. Aufgrund der geringeren Darlehenssumme und kurzen Laufzeiten beträgt die Zinsbelastung allerdings für gewöhnlich selten mehr als 20 oder 30 Euro. Zu beachten ist jedoch, dass nahezu alle Minikreditanbieter Zusatzoptionen offerieren, die größtenteils kostenpflichtig sind. Typisch für Kurzzeitkredite ist ebenfalls, dass die Darlehen - aufgrund der geringen Kreditsumme - ausschließlich ohne Sicherheiten und somit als Blankokredite vergeben werden. Teilweise ist es sogar möglich, dass Sie einen Minikredit erhalten, obwohl Sie einen negativen Eintrag in der Schufa haben. 

Zusatzoptionen: kostenpflichtiges Angebot bei vielen Kurzzeitkrediten

Ihre Einnahmen generieren die Anbieter von Kurzzeitkrediten oft nicht vorwiegend aus den Zinsen, sondern stattdessen aus zusätzlichen Gebühren. Diese fallen an, wenn sich der Kunde für eine von meistens mehreren Zusatzoptionen entscheidet. Eine solche Option muss der Kreditnehmer zwar nicht nutzen, aber vielfach entscheiden sich die Kunden dennoch für mindestens eine dieser kostenpflichtigen Zusatzoption. Je nachdem, um welchen Anbieter es sich handelt, sind aktuell vor allem die folgenden Zusatzoptionen am Markt zu finden, die fast ausnahmslos kostenpflichtig sind:

  • Mehr-Raten-Option
  • Bonitätscheck
  • Sofortauszahlung
  • Deutlich schnellere Bearbeitung

Lassen Sie uns nun einen etwas näheren Blick auf diese Zusatzoptionen werfen, da sie durchaus eines der wesentlichen Merkmale der Kurzzeitkredite sind.

Mehr-Raten-Option 

Wie der Name bereits vermuten lässt, beinhaltet die Mehr-Raten-Option, dass Sie etwas länger Zeit für die Rückzahlung des Minikredites haben, als es im Standardangebot vorgesehen ist. Wie bereits kurz erwähnt, müssen Kurzzeitkredite normalerweise innerhalb von einem, maximal zwei Monaten zurückgezahlt werden. Die Mehr-Raten-Option hingegen erlaubt dem Kunden eine längere Laufzeit, die je nach Anbieter oft zwischen 3 bis 6 Monaten beträgt. Eine solche Mehr-Raten-Option ist nahezu ausnahmslos kostenpflichtig, wobei sich die Gebühren in der Regel zwischen 50 und 80 Euro bewegen.

Bonitätsscheck

Eine nicht allzu häufig angebotene Zusatzoption, die wir allerdings der Vollständigkeit halber dennoch erwähnen möchten, ist der Bonitätsscheck. Manche Anbieter von Minikrediten prüfen die Bonität ihrer Kunden sehr genau und stellen darüber eine Art „Zertifikat“ aus. Dieses können Sie dann - falls gewünscht - zum Beispiel bei einer Bank vorlegen, wenn Sie einen etwas höheren Darlehensbetrag haben möchten. Diese Option ist ebenfalls fast immer kostenpflichtig, wobei sich die Gebühren in einem ähnlichen Rahmen wie bei der Mehr-Raten-Option bewegen.

Sofortauszahlung des Kurzzeitkredites

Für gewöhnlich nimmt die gesamte Bearbeitung vom Antrag bis zur Auszahlung der Darlehenssumme bei Kurzzeitkrediten nicht selten zwischen 7 und 14 Werktagen in Anspruch. Wem das zu lange dauert, der kann bei den meisten Anbietern die sogenannte Sofortauszahlung nutzen. Das bedeutet, dass die gesamte Abwicklung wesentlich schneller erfolgt und zwischen Antragstellung und Auszahlung der Darlehenssumme bzw. Gutschrift auf Ihrem Girokonto mitunter nur 24 bis 48 Stunden vergehen. Diese Schnelligkeit lassen sich die Minikredit-Anbieter natürlich ebenfalls bezahlen. Eine ähnliche Zusatzoption hat nahezu den gleichen Inhalt und bezieht sich vor allem auf die deutlich schnellere Abwicklung bzw. Bearbeitung Ihres Kreditvertrages.

Für wen sind Kurzzeitkredite geeignet?

Vielleicht stellen Sie sich die Frage, für wen Kurzzeitkredite überhaupt geeignet sind. Aufgrund der Tatsache, dass die Kredite oft selbst bei einem negativen Schufa-Merkmal vergeben werden, sind es natürlich vor allem Kunden mit einer eher schlechteren Bonität, die angesprochen werden. Darüber hinaus handelt es sich oftmals um Kunden, die entweder keinen Dispositionskredit besitzen oder diesen bereits ausgeschöpft haben, jedoch einen relativ geringen Finanzierungsbedarf von 100 bis 1.000 Euro haben, um sich zum Beispiel ein neues Haushaltsgerät zu kaufen. Fehlt es dann an Liquidität, ist der Minikredit durchaus eine praktikable Finanzierungsvariante.

Hinzu kommt, dass die meisten Ratenkredite seitens der Banken erst ab einer Mindestkreditsumme von 3.000 Euro vergeben werden. Wer also beispielsweise einen neuen Fernseher im Gegenwert von 1.000 Euro kaufen möchte, und diesen gerne finanzieren will, dem bleibt - neben dem Dispositionskredit - fast keine Alternative als der Kurzzeitkredit. Geeignet sind Minikredite allerdings nur für Kunden, die sicher sind, dass sie den aufgenommenen Darlehensbetrag innerhalb der nächsten ein bis drei Monate zurückzahlen können. Es sollte sich also tatsächlich nur um einen kurzfristigen Liquiditätsengpass handeln, sodass mit dem nächsten Gehalt der Kurzzeitkredit sofort wieder abgelöst werden kann.

Gibt es Alternativen zum Kurzzeitkredit?

Im Grunde gibt es als Alternative zum Kurzzeitkredit nur den Dispositionskredit oder die Nutzung eines Limits auf dem Kreditkartenkonto. Ratenkredite werden oft erst ab 3.000 Euro Darlehenssumme vergeben, sodass diese als Finanzierungsalternative ausscheiden, wenn sich der Darlehenswunsch auf lediglich 100 bis 1.000 Euro beläuft. Falls Sie keinen Dispositionskredit haben oder aus Bonitätsmängel nicht zur Verfügung gestellt bekommen, könnte die Nutzung eines Kreditkartenlimits eine Option sein.

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