Eilkredit - das schnell verfügbare Darlehen

Die Banken bieten mittlerweile eine große Auswahl an Krediten an, zwischen denen sich Kunden entscheiden können. Neben dem Dispositionskredit und dem gewöhnlichen Ratenkredit gibt es daher eine Reihe von Darlehen, die entweder für spezielle Kundengruppen oder zu einem speziellen Anlass geeignet sind. In diese Gruppe von Krediten reiht sich unter anderem der Eilkredit ein. Worum es sich dabei handelt und wodurch sich dieses Darlehen auszeichnen kann, erfahren Sie in unserem Beitrag.

Manche Kunden wünschen eine schnelle Kreditauszahlung

Der Hintergrund dafür, dass die Banken vor geraumer Zeit den Eilkredit ins Leben gerufen haben, sind gewachsene Ansprüche der Kunden hinsichtlich der Schnelligkeit einer Kreditauszahlung. Während es früher in der Geschäftsstelle teilweise über zwei Wochen dauerte, bis nach dem ersten Gespräch der Kredit ausgezahlt wurde, findet die Abwicklung heute - auch aufgrund des Internets - wesentlich schneller statt. Allerdings ist es so, dass immer mehr Kunden nicht viele Tage warten möchten, bis ihr Kapital zur Verfügung steht.

Stattdessen gehen zahlreiche Kreditnehmer mittlerweile häufiger davon aus, dass zum Beispiel drei Tage nach Antragstellung das Geld auf dem Konto ist. Für die meisten Kunden ist es dennoch ausreichend, wenn zwischen dem Darlehensantrag und der Auszahlung des Kredites eine oder zwei Wochen vergehen. Manche Kreditnehmer hingegen benötigen tatsächlich „schnelles Geld“, weil sie zum Beispiel bei einem Schnippchen zuschlagen wollen oder es eine Reparatur gibt, die schnell erledigt und finanziert werden muss. Vor diesem Hintergrund greifen diese Kunden auf eine besondere Darlehensart zurück, die von den Banken häufig als Eilkredit bezeichnet wird.

Worum handelt es sich beim Eilkredit?

Zunächst einmal ist der Eilkredit von seiner Grundstruktur her ein Ratenkredit, der von den Banken zur Verfügung gestellt wird. Zusätzlich zeichnet sich dieses Darlehen noch durch eine weitere Eigenschaft aus, die ihm seinen Namen verleiht. Nicht jedes Kreditinstitut bietet diese Kreditvariante an und auch nicht immer unter der Bezeichnung Eilkredit. Manchmal werden stattdessen die folgenden Begriffe verwendet:

  • Sofortkredit
  • Expresskredit
  • Blitzkredit
  • Schnellkredit
  • Kredit mit Sofortzusage

Trotz der unterschiedlichen Namen verbirgt sich hinter jedem dieser Kredite ein Eilkredit. Dieser hat die Haupteigenschaft, dass zwischen dem Zeitpunkt der Antragstellung und dem Zeitpunkt der Auszahlung des Kredites besonders wenig Zeit vergeht. Oftmals wird der Eilkredit sogar schon ein bis zwei Werktage nach der Beantragung ausgezahlt.

Warum kann ein Eilkredit schneller sein?

Vielleicht fragten Sie sich an dieser Stelle, warum der Eilkredit eigentlich teilweise deutlich schneller als ein gewöhnlicher Ratenkredit der Bank sein kann, bei dem nicht selten sieben bis zehn Werktage zwischen Antragstellung und Auszahlung der Darlehenssumme auf das Konto des Kunden vergehen. Tatsächlich hängt beim Eilkredit viel davon ab, dass es sich zunächst einmal um einen Online-Kredit und dann auch noch um einen digitalen Kredit handelt. Was bedeutet das? Beim Beantragen eines Kredites in der Geschäftsstelle ist der Ablauf meistens so, dass zunächst ein erstes Darlehensgespräch geführt wird. Hier muss der Kunde bereits manchmal mehrere Tage auf einen Termin warten, sodass an der Stelle bereits Zeit verloren geht.

Nach dem Kreditgespräch macht sich der Berater Gedanken darüber, ob er den Kredit genehmigen möchte oder nicht und sichtet in dem Zusammenhang die Unterlagen. So können wiederum mehrere Tage vergehen, bis der Kunde in einem zweiten Kreditgespräch die Kreditverträge unterschreiben kann. Anschließend erfolgt noch die Auszahlung der Darlehenssumme, sodass zwischen dem Erstkontakt mit der Bank und der Auszahlung der Darlehenssumme tatsächlich nicht selten sieben bis 14 Werktage vergehen. Beim Eilkredit ist die Situation schon deshalb anders, weil es sich in den weitaus meisten Fällen um einen Online-Kredit handelt. Das bedeutet, der Weg zur Bank entfällt genauso wie ein bis zwei Gespräche vor Ort. Darüber hinaus ist es allerdings notwendig, dass der Schnellkredit nicht nur ein Online-Kredit ist, sondern zudem ein digitales Darlehen. Was bedeutet das?

Eilkredite sind nahezu immer digitale Kredite

Digitale Kredite sind zwar einerseits Online-Kredite, grenzen sich aber dennoch durch weitere Merkmale von anderen Internetkrediten ab. Dazu müssen Sie wissen, dass bei einem reinen Online-Kredit nicht alle Arbeitsschritte tatsächlich online erfolgen. So müssen Sie beispielsweise häufig noch eine Legitimation per PostIdent-Verfahren vornehmen und sich somit in die Filiale einer Post begeben. Zudem werden Ihnen ebenfalls oftmals noch Kreditverträge per Post gesendet, sodass dadurch bereits mehrere Tage an reiner Postlaufzeit vergehen. Diese Schritte werden hingegen bei einem digitalen Kredit durch andere Aktionen ersetzt.

Der digitale Eilkredit unterscheidet sich vom gewöhnlichen Onlinekredit insbesondere in den folgenden drei Punkten:

  • Antrag wird online versendet
  • Legitimation per VideoIdent-Verfahren
  • Digitale Signatur

Zunächst einmal ist es noch nicht bei allen gewöhnlichen Online-Krediten so, dass der Antrag auch online versendet werden kann. Manchmal müssen ihn die Kreditnehmer stattdessen noch ausdrucken und dann zusammen mit dem PostIdent-Verfahren an die Bank senden lassen. Beim digitalen Eilkredit entfällt dieser Schritt, denn dort können Sie nicht nur den Online-Antrag auch online versenden, sondern ebenfalls Unterlagen hochladen oder per E-Mail an die Bank schicken.

Der zweite wichtige Schritt und gleichzeitig Voraussetzung dafür, dass der Online-Kredit tatsächlich ein Eilkredit sein kann, ist der Wegfall des PostIdent-Verfahrens. An dessen Stelle tritt das VideoIdent-Verfahren. Hier legitimiert sich der Kunde entweder per App oder mit einer Webcam-Verbindung direkt gegenüber dem Bankmitarbeiter, und zwar komplett online. Die dritte Maßnahme, die ebenfalls Grundvoraussetzung für einen echten Eilkredit ist, bei dem vielleicht nur 24 bis 48 Stunden zwischen Darlehensantrag und Auszahlung des Darlehensbetrages vergehen, ist die digitale Signatur. Was ist damit gemeint?

Normalerweise müssen Sie bei den meisten Banken die Kreditverträge unterschreiben. Dies setzt voraus, dass die Darlehensverträge zuvor per Post zugesendet wurden. Das nimmt allerdings mehrere Tage in Anspruch, denn zunächst muss die Bank Ihnen die Verträge schicken und Sie müssen diese unterschrieben wieder zurück senden. An die Stelle der Unterschrift tritt bei Eilkrediten immer öfter die digitale Signatur. Sie erhalten dann von Kreditgeber - meistens per E-Mail - einen Code mitgeteilt. Diesen geben Sie an passender Stelle ein, nämlich wenn Sie die Kreditverträge online auf Ihre Korrektheit überprüft haben. Somit entfällt der komplette Postversand und es wird an der Stelle Zeit zwischen durchschnittlich zwei bis drei Tagen eingespart.

Wie schnell sind Eilkredite wirklich?

Wenn wir uns die vorher aufgeführten Schritte anschauen, dann wird deutlich, dass es sich bei Eilkrediten tatsächlich um sehr schnelle Ratenkredite handelt. In der Praxis schaffen es manche Banken sogar, den Darlehensbetrag noch am gleichen Tag, an dem Sie den Antrag gestellt haben, anzuweisen. Dies ist ausschließlich darauf zurückzuführen, dass sämtliche Arbeitsschritte digital und somit online erfolgen können.

Die Bonitätsbewertung nimmt heutzutage ohnehin immer öfter ein automatisches Kreditscoring-System vor und im Antrag müssen Sie bereits sämtliche persönliche Angaben und Angaben zum gewünschten Darlehen machen. Im Grunde besteht die Arbeit der Bank also nur noch darin, per Computer die Kreditverträge anfertigen zu lassen, diese zu versenden (per E-Mail) und Ihre Bestätigung abzuwarten. Anschließend kann sofort die Überweisung des Darlehensbetrages erfolgen, sodass in der Praxis Eilkredite manchmal tatsächlich bereits nach 24 bis 48 Stunden ausgezahlt werden.

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