Autokredit - klassische Autofinanzierung der Banken

Wenn die Rede von einem Autokredit ist, dann ist damit meistens ein spezieller Ratenkredit gemeint, der von den Banken unter der Voraussetzung zur Verfügung gestellt wird, dass mit dem Darlehensbetrag der Kauf eines Neu- oder Gebrauchtwagens finanziert wird. Der Autokredit ist also ein Ratenkredit, der lediglich für einen Verwendungszweck bestimmt ist. Bevor Sie einen Autokredit aufnehmen, sollten Sie allerdings unbedingt einen Vergleich mit einer Händlerfinanzierung durchführen, denn manchmal sind Autohändler mit den angeschlossenen Autobanken die günstigeren Kreditgeber.

Welche Formen der Autofinanzierung gibt es?

Der Autokredit ist bei Weitem nicht die einzige Finanzierungsmöglichkeit, die es im Rahmen einer Autofinanzierung am Markt gibt. Insgesamt stellen Banken, zum Teil auch Automobilclubs und Autohändler, ihren Kunden die folgenden Optionen bereit:

  • Klassischer Ratenkredit
  • Autokredit
  • Drei-Wege-Finanzierung
  • Händlerfinanzierung
  • Kfz-Leasing

Lassen Sie uns kurz einen Blick auf die einzelnen Finanzierungsvarianten werfen, die es neben dem Autokredit am Markt gibt. Natürlich können Sie einen klassischen Ratenkredit der Banken ebenfalls nutzen, um mit dem Geld den Kauf eines Neu- oder Gebrauchtwagens zu finanzieren. Darüber hinaus sind es insbesondere die Autohändler, die in den letzten zehn Jahren ihr Angebot an Finanzierungsvarianten deutlich erweitert haben.

Bei der klassischen Ratenzahlung wird zwischen Ihnen und dem Händler die Vereinbarung getroffen, dass Sie den Kaufpreis in Raten zahlen können. Diese Form der Finanzierung ist mit einem Ratenkredit der Banken vergleichbar, nur dass natürlich kein Geldbetrag ausgezahlt wird. In den letzten Jahren ist vor allem die Drei-Wege-Finanzierung immer beliebter geworden. In diesem Fall zahlen Sie ebenfalls an den Händler monatliche Raten, sodass am Ende der Laufzeit eine besonders hohe Schlussrate fällig wird. Diese gewährleistet, dass die Kreditraten während der Laufzeit vergleichsweise moderat ausfallen.

Oftmals wird die Drei-Wege-Finanzierung als eine Art Mittelweg zwischen Ratenkredit und Leasing bezeichnet. Das Kfz-Leasing ist die dritte Finanzierungsvariante, die zahlreiche Händler zur Verfügung stellen. Interessant ist das Leasing allerdings vorwiegend für Gewerbekunden, da diese die Möglichkeit haben, die anfallenden Leasingraten als Betriebsausgaben von der Steuer abzusetzen. Kommen wir aber nun zum Autokredit, also dem speziellen Ratenkredit, den Banken zur Verfügung stellen.

Video: Autokredit widerrufen: Bei diesen Pflichtangaben schlampen die Banken | WBS - Die Experten

Welche Eigenschaften besitzt der Autokredit?

Zahlreiche Banken stellen nicht explizit einen Autokredit zur Verfügung, da der gewöhnliche Ratenkredit unter anderem auch genutzt werden kann, um den Kauf eines Neu- oder Gebrauchtwagens zu finanzieren. Manche Kreditinstitute hingegen präsentieren ihren Kunden gerne unter dem Namen „Autokredit“ ein spezielles Darlehen, welches nur in Anspruch genommen werden darf, wenn die folgenden Finanzierungsvorhaben vorliegen:

  • Kauf eines Neuwagens
  • Kauf eines Gebrauchtwagens
  • Größere Autoreparatur

Manchmal darf der Autokredit also nicht nur zur Finanzierung eines Erwerbs von Autos, Motorrädern oder Lastkraftwagen in Anspruch genommen werden, sondern ebenfalls unter der Voraussetzung, dass eine größere Reparatur durchzuführen ist. Solche Reparaturen können nicht selten im Bereich zwischen 1.000 und 5.000 Euro liegen, sodass der Autokredit auch dann ein probates Mittel sein kann, um die anfallenden Kosten abzudecken.

Welche Konditionen gibt es beim Autokredit?

Vom Grundsatz her zeichnet sich der Autokredit durch die gleichen Konditionen aus, die auch beim Ratenkredit von Bedeutung sind, den Sie für andere Zwecke nutzen können. Das bedeutet, dass Sie zum Beispiel die folgenden Eckdaten des Kredites kennen sollten, um anschließend die Zinskonditionen verschiedene Angebote miteinander zu vergleichen:

  • Kreditsumme
  • Laufzeit
  • Effektiver Jahreszins

Ferner ist es interessant, sich über mögliche Sondertilgungen zu informieren. Da es sich beim Autokredit um ein klassisches Verbraucherdarlehen handelt, ist es für gewöhnlich jederzeit möglich, Sonderzahlungen vorzunehmen. Sicherheitshalber ist es jedoch empfehlenswert, dass Sie die kreditgebende Bank explizit nach diesem Punkt fragen.

Was kostet der Autokredit?

Der Autokredit ist von den Kosten her mit einem klassischen Ratenkredit zu vergleichen. Das führt dazu, dass solche Autokredite in der aktuellen Niedrigzinsphase besonders kostengünstig sind. Zinssätze zwischen 1,9 und 3,9 Prozent sind daher keine Seltenheit. Beim Kreditvergleich sollten Sie darauf achten, dass Sie nicht nur explizit Autokredite unter die Lupe nehmen, sondern in den Angebotsvergleich ebenfalls Ratenkredite mit einbeziehen. Bestens dazu geeignet ist ein Kreditrechner oder auch ein Kreditvergleich, der durch einen spezialisierten Kreditvermittler durchgeführt wird.

Manchmal sind Autokredite sogar etwas günstiger als klassische Ratenkredite. Dies liegt vor allem daran, dass es beim Autokredit möglich ist, dass die Sicherungsübereignung des Fahrzeugs als Kreditsicherheit entgegengenommen wird. Dadurch reduziert sich das Ausfallrisiko der Bank auf ein Minimum, denn das Auto steht immer als Gegenwert für die verliehene Darlehenssumme zur Verfügung. Ohne Sicherungsübereignung vergeben den meisten Kreditinstitute keinen Autokredit.

Autokredit und Händlerfinanzierung gegenüberstellen

Der Autokredit der Banken ist zwar häufig eine sehr günstige Finanzierungsvariante, muss allerdings dennoch nicht automatisch die preiswerteste Option sein. Es gibt zahlreiche Autohändler mit den angeschlossenen Autobanken, die bewusst sehr niedrige Zinssätze ansetzen. Der Grund ist, dass das Hauptgeschäft natürlich im Verkauf der Autos und nicht in der Finanzierung liegt. Daher gilt es, die Angebote der Banken und die des ausgewählten Händlers miteinander zu vergleichen. Dabei spielt ein Punkt eine nicht unbedeutende Rolle, nämlich der mögliche Barzahlerrabatt. Worum handelt es sich dabei?

Heute noch geben zahlreiche Automobilhändler ihren Kunden einen Preisnachlass auf das Fahrzeug, wenn eine Barzahlung erfolgt. Damit ist nicht gemeint, dass Sie zum Beispiel 10.000 Euro in bar auf den Schreibtisch des Händlers legen müssen, sondern die Barzahlung beinhaltet schlichtweg die Überweisung des Kaufpreises vom Konto des Käufers. Gemeint ist vor allem, dass Sie eben keine Finanzierung über den Händler durchführen, denn dann würde es sich nicht mehr um eine Barzahlung handeln. Nutzen Sie also beispielsweise einen Autokredit der Bank, können Sie gegenüber dem Händler weiterhin als Barzahler auftreten.

Dies wiederum führt dazu, dass Sie eventuell einen Preisnachlass zwischen 10 bis 20 Prozent erhalten und demzufolge eine geringere Darlehenssumme als Autokredit benötigen, als wenn Sie die Finanzierung über den Händler durchführen. Aufgrund der niedrigen Kreditsumme kann es sein, dass ein nominal - vom Zinssatz her - teurer Autokredit der Bank letztendlich günstiger wird, weil eben ein geringerer Kreditbedarf vorhanden ist, da Sie als Barzahler einen Rabatt auf den Kaufpreis erhalten. Diese Rechnung sollten Sie im Detail durchführen, indem Sie die Händlerfinanzierung mit dem Autokredit unter Einbeziehung des Barzahlerrabattes vergleichen. Wie eine solche Vergleichsrechnung aussehen könnte, möchten wir gerne am folgenden Beispiel verdeutlichen:

Händlerfinanzierung

Kaufpreis Fahrzeug: 20.000 Euro
Finanzierung: 20.000 Euro
Zinssatz: 1,95%
Laufzeit: 5 Jahre
Zinskosten: 1.950 Euro

Autokredit

Kaufpreis Fahrzeug: 20.000 Euro
Barzahlerrabatt: 20% (4.000 Euro)
Finanzierung: 16.000 Euro
Zinssatz: 2,20%
Laufzeit: 5 Jahre
Zinskosten: 1.760 Euro

Sie erkennen an diesem Beispiel, dass Sie beim Autokredit geringere Zinskosten haben, obwohl der Zinssatz etwas höher als bei der Händlerfinanzierung ist. Das ist in dem Fall auf den geringeren Kreditbedarf aufgrund des Barzahlerrabattes zurückzuführen.

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