Zwangsversteigerungen dürfte zukünftig ansteigen

In enger Verbindung mit den gestiegenen Bauzinsen steht nach Meinung einiger Experten die voraussichtliche Entwicklung, dass die Zahl der Zwangsversteigerung in Deutschland vor allem in 2023 zunehmen dürfte. Grund dafür ist die gestiegene, monatliche Belastung, die durch die explodierenden Hypothekenzinsen verursacht wird. Betroffen sind insbesondere solche Kreditnehmer, bei denen sich die monatliche Darlehensrate durch die angestiegenen Bauzinsen tatsächlich verändern wird.   

Anschlussfinanzierer und Inhaber eines variabel verzinslichen Baukredites hart getroffen

Von den bereits deutlich angestiegenen Bauzinsen sind insbesondere zwei Gruppen von Kreditnehmern betroffen. Zum einen handelt es sich dabei um Darlehensnehmer, bei denen in Kürze - beispielsweise innerhalb der nächsten sechs bis zwölf Monate - eine Anschlussfinanzierung ansteht, weil die bisherige Zinsbindung abläuft. Diese Personen müssen dann einen Kredit zu den dann bzw. momentan geltenden Konditionen aufnehmen. Im Vergleich zur bisherigen, monatlichen Kreditrate kann das dazu führen, dass die Belastung zum Teil doppelt so hoch ausfallen wird. 

Die zweite Gruppe sind Darlehensnehmer, die sich in der Vergangenheit für ein variabel verzinsliches Immobiliendarlehen entschieden haben. Bekanntlich dürfen die Banken in dem Fall den Zinssatz jederzeit anpassen, was sie natürlich aufgrund der insgesamt gestiegenen Hypothekenzinsen bereits getan haben und weiterhin tun werden. Dort kann es sogar passieren, dass Ihre monatliche Belastung durch die angehobenen Bauzinsen um über 100 Prozent steigt. 

Große Gefährdung bei engen Finanzierungen

Nicht alle Verbraucher, die in der Vergangenheit ein Haus gekauft oder eine Immobilie gebaut haben, haben einen relativ großen Spielraum zwischen dem frei verfügbaren Einkommens und der bisher gezahlten Darlehensrate. Es gibt eine Reihe sogenannter enger Finanzierungen, bei denen beispielsweise monatlich nur noch eine Differenz zwischen wenigen Hundert Euro liegt, wenn man das frei verfügbare Einkommen mit der aktuellen Darlehensrate vergleicht. 

Besteht diese Differenz zum Beispiel aus 200 Euro und würde die zukünftige Darlehensrate aufgrund der gestiegenen Hypothekenzinsen um 400 Euro höher ausfallen, wäre das bereits ein kritischer Fall. Diese Situation kann schnell dazu führen, dass die Kreditrate nicht mehr tragbar ist und die Bank in letzter Konsequenz dann eine Zwangsversteigerung der Immobilie anberaumen muss.

Jetzt noch schnell umschulden?

Da nicht wenige Experten von weiter ansteigenden Bauzinsen ausgehen, stellt sich durchaus für einige, von einer Zwangsversteigerung bedrohten Kreditnehmer die Frage, ob vielleicht eine schnelle Umschuldung das Schlimmste verhindern kann. Dabei ist allerdings zu beachten, dass bei einer Zinsfestschreibung die Bank einer Umschuldung zustimmen muss, falls die aktuelle Festschreibung noch läuft.

Empfehlenswert ist eine momentane Umschuldung allerdings durchaus für Kreditnehmer, die sich in der Vergangenheit für ein variabel verzinsliches Darlehen entschieden haben. Da davon auszugehen ist, dass die Bauzinsen weiter steigen werden, wäre das Umschichten in ein Baudarlehen mit Zinsfestschreibung momentan sicherlich häufig eine gute Alternative.

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