Verbraucherschützer werfen manchen Minikredit-Anbietern Wucher vor

Minikredite zählen definitiv zu den Finanzprodukten, die in den letzten zwei Jahren bei zahlreichen Kreditsuchenden beliebt geworden sind. Immerhin ermöglichen es Minikredite häufig, öfter selbst bei einem negativen Eintrag in der Schufa zumindest einen Darlehensbetrag von bis zu 1.000 Euro zu erhalten. Verbraucherschützer allerdings kritisieren nicht wenige Anbieter und werfen ihnen sogar Wucher vor.

Initiative „Bündnis gegen Wucher“

Unter anderem das Institut für Finanzdienstleistungen hat im vergangenen Jahr in Kombination mit zwei Verbraucherzentralen eine Initiative gestartet, die unter dem Motto „Bündnis gegen Wucher“ läuft. Ziel der Initiative ist es, gegen viel zu hohe Kreditzinsen und andere Kosten vorzugehen, wenn diese in den Bereich des gesetzlich verbotenen Wuchers fallen. Anscheinend sind durchaus einige Minikredit-Anbieter ebenfalls betroffen, weil sie unverhältnismäßig hohe Kosten und umgerechnete Effektivzinsen verlangen.

Was ist ein Minikredit?

Minikredite sind Darlehen spezieller Anbieter, die meistens schon ab 100 Euro vergeben werden. Dafür sind allerdings die maximalen Kreditsummen fast immer auf 1.000 Euro begrenzt. Beliebt sind Minikredite insbesondere bei Privatpersonen, die einen kurzfristige Liquiditätsengpass überbrücken möchten. Zudem lassen sich die Minikredite schnell und bequem online beantragen, selbst mit von Personen mit nicht allzu guter Bonität.

Hoher Kreditzins und teure Zusatzoptionen

Dass manche Minikredit-Angebote durchaus in den Bereich des Wuchers fallen können, beinhaltet zwei Komponenten. Zum einen veranschlagen manche Spezialanbieter einen überdurchschnittlich hohen Kreditzins. Zum anderen werden kostenpflichtige Zusatzoptionen zu relativ hohen Kosten angeboten. Darüber hinaus bemängeln Verbraucherschützer, dass insbesondere manche Kostenoptionen relativ intransparent sind. 

Die sogenannten Nebenkosten führen leider häufig dazu, dass sich - eingerechnet in die effektiven Kosten - ein enorm hoher effektiver Jahreszins ergibt. So kommt es beispielsweise in der Praxis nicht selten vor, dass bei einem Darlehensbetrag in Höhe von 500 Euro Nebenkosten von fast 180 Euro anfallen können. Nimmt man dann noch die typische Laufzeit von lediglich ein bis zwei Monaten hinzu, ergäbe sich daraus ein effektiver Jahreszins im höheren zweistelligen Prozentbereich. 

Teure Zusatzoptionen als Kostenfalle?

Es sind oftmals vor allem die recht teuren Zusatzoptionen, die Minikredite zu einer echten Kostenfalle werden lassen können. Zwar ist der Kreditnehmer nicht gezwungen, diese Optionen in Anspruch zu nehmen. Oftmals ist zumindest ein Teil des Standardangebotes jedoch bestens mittelmäßig, sodass sich Kreditnehmer bewusst für solche Kredit-Optionen entscheiden. Dazu zählt zum Beispiel die den Mehr-Raten-Option, die dazu führt, dass der Kreditnehmer zum Beispiel nicht nur einen, sondern drei oder mehr Monate Zeit, um das Geld zurückzuzahlen. Auch die Sofortauszahlung ist als Option beliebt, denn dann wird das Geld besonders schnell zur Verfügung gestellt.

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