Kredite mit Negativzinsen: keineswegs automatisch ein Vorzug

Die meisten Kreditnehmer freuen sich, wenn sie ein Angebot finden, bei dem es sich um einen sogenannten Kredit mit Minuszinsen handelt. Sicherlich klingt es auf den ersten Blick sehr positiv, dass der Kreditsuchende nicht - wie sonst üblich - Zinsen an die Bank zahlen muss, sondern er stattdessen eine Zinsgutschrift erhält. Allerdings sind solche Kredite mit Minuszinsen nicht automatisch vorteilhaft für den Kreditnehmer, wie aktuell bekannt wurde.

Kredite mit Negativzinsen oft auf Online-Portalen

Kredite mit Minuszinsen finden sich insbesondere auf Online-Portalen, über die Darlehen vermittelt werden. Eine Reihe von Experten geht in dem Zusammenhang von einer Marketing-Strategie aus, damit auf diese Weise neue Kunden von Online-Portalen gefunden werden. Erhebungen zeigen allerdings auch, dass ein Großteil aller Kreditsuchenden gar nicht für den entsprechenden Kredit mit Minuszinsen infrage kommt, da es einige Einschränkungen und Begrenzungen gibt.

Begrenzung der maximalen Darlehenssumme

Typisch für zahlreiche Angebote aus dem Bereich Kredit mit Minuszinsen ist auch in 2021, dass der maximale Darlehensbetrag nicht selten 1.000 Euro beträgt. Darüber hinaus sind auch Minuszinskredite gewöhnliche Darlehen, sodass die Bank zunächst eine ausreichende Bonität des Kunden prüft. Sollte also beispielsweise eine negatives SCHUFA-Merkmal vorliegen, ist es äußerst unwahrscheinlich, dass der Kredit mit Minuszinsen genehmigt wird.

Erfassen von Daten als weiterer Grund?

Neben der Marketing-Strategie könnte ein weiterer Grund für die angebotenen Kredite mit Minuszinsen sein, dass auf diese Weise zahlreiche Daten von Verbrauchern gesammelt werden. Tatsächlich muss der Kreditnehmer natürlich - wie bei jedem anderen Kredit auch - eine Reihe persönlicher Angaben machen, beispielsweise zu seinen Einkommensverhältnissen, bisher genutzten Krediten, Sparverträgen und selbstverständlich personenbezogene Daten wie Name und Anschrift. Dies wiederum führt nicht selten dazu, dass nach Abschluss des Kredites weitere Angebote folgen, die sich auf Finanzprodukte wie Versicherungen beziehen.

Zinssatz nicht unbedingt der einzige Kostenfaktor

Ein weiterer Faktor im Hinblick auf Kredite mit negativen Zinsen, der nicht gerade positiv zu bewerten ist, sind die sogenannten Nebenkosten. Zwar ist der Zinssatz für gewöhnlich nicht höher als bei einem Dispositionskredit, insbesondere vor dem Hintergrund, dass der Kredit mit Negativzins normalerweise ohnehin nach spätestens zwei Monaten zurückgezahlt werden muss. Allerdings gibt es die sogenannten Nebenkosten. Diese besteht darin, dass der Kreditnehmer zum Beispiel eine Restschuldversicherung abschließen soll oder er eine kostenpflichtige Zusatzoption nutzt, wie zum Beispiel die Mehr-Raten-Option. Insgesamt ist der Kredit mit Minuszinsen also definitiv durchweg nicht so positiv, wie es zunächst den Anschein haben mag.

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