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Beamtendarlehen – günstige Finanzierung für Beamten

Mit dem Ratenkredit, dem Dispositionskredit und oft einem Immobilienkredit bieten die meisten Banken ihren Kunden drei Standardkredite an. Darüber hinaus offerieren einige Kreditinstitute noch weitere Darlehensarten, die nur bestimmten Kundengruppen zugänglich sind. Dazu gehört neben dem Kredit für Auszubildende oder dem Studentenkredit auch das Beamtendarlehen. Doch worum genau handelt es sich dabei eigentlich? 

Was ist ein Beamtendarlehen?

Wie Sie aufgrund des Namens sicherlich schon vermuten werden, ist ein Beamtendarlehen ein Kredit, der an Beamte vergeben wird. Darunter fallen zum Beispiel verbeamtete Lehrer, Richter, Berufssoldaten und Beamte in der Stadtverwaltung. Darüber hinaus erhalten allerdings meistens auch Angestellte im öffentlichen Dienst solche Kredite, auch wenn es sich nicht explizit um Beamte handelt.

Der Beamtenkredit ist in der Regel ein Ratenkredit, während es sich beim Beamtendarlehen um einen endfälligen Kredit handelt. Zwar werden die Begriffe Beamtendarlehen und Beamtenkredit meistens synonym verwendet. Jedoch gibt es streng genommen durchaus einen Unterschied zwischen diesen zwei Finanzierungsvarianten, auf den wir im Beitrag noch näher eingehen werden.

Wer vergibt Beamtendarlehen und Beamtenkredite?

Kredite und Darlehen an Beamte werden nicht etwas vom Land, den Gemeinden oder Städten als jeweilige Arbeitgeber vergeben, sondern von Banken. Allerdings stellt natürlich nicht jedes Kreditinstitut einen Beamtenkredit zur Verfügung. In den meisten Fällen bieten die entsprechenden Kreditgeber den Beamtenkredit an, nämlich als Ratenkredit. Der Kredit funktioniert daher auch wie ein gewöhnlicher Ratenkredit, nur mit der Einschränkung, dass nur Beamte und Mitarbeiter im öffentlichen Dienst das Darlehen erhalten. Unter den Kreditgebern finden sich sowohl Filial- als auch Direktbanken.

Worin unterscheiden sich Beamtendarlehen und Beamtenkredit?

Per Definition handelt es sich bei Beamtendarlehen und Beamtenkrediten um zwei unterschiedliche Finanzierungsvarianten. Der Beamtenkredit ist ein Ratenkredit an Beamte. Sie nehmen also den gewünschten Darlehensbetrag auf und zahlen diesen nebst Zinsen im Zuge der Monatsraten zurück. Aufgrund des sehr sicheren Arbeitsverhältnisses müssen in der Regel keine Sicherheiten gestellt werden. Die Darlehenssummen belaufen sich bei Beamtenkrediten meistens auf 5.000 bis 20.000 Euro.

Das Beamtendarlehen ist hingegen meistens ein endfälliges Darlehen. Was bedeutet das? Beim Beamtendarlehen zahlen Sie im Zuge der monatlichen Raten nur die Zinsen, jedoch keine Tilgung. Stattdessen wird das gesamte Darlehen am Laufzeitende fällig. Sie müssen dann die gesamte Kreditsumme zurückzahlen. Daher wird das Beamtendarlehen meistens mit einem Sparvertrag gekoppelt, zum Beispiel mit einem Fondssparplan. In den Sparplan zahlen Sie monatlich ein, um dann später mit dem frei werdenden Kapital das Beamtendarlehen ablösen zu können. Die Kreditsummen sind beim Beamtendarlehen oft etwas höher als beim Beamtenkredit und bewegen sich zwischen 20.000 und 100.000 Euro.

Wofür wird ein Beamtendarlehen genutzt?

Während der Beamtenkredit meistens zur Finanzierung von Konsumausgaben genutzt wird, beispielsweise den Kauf eines Gebraucht- oder Neuwagens, ist der Verwendungszweck beim Beamtendarlehen in der Regel ein etwas anderer. Typische Finanzierungszwecke sind:

  • Renovierungen, Sanierungen oder Modernisierungen im/am Haus
  • Baufinanzierung
  • Umbaumaßnahmen

Nicht selten wird ein Beamtendarlehen neben einem klassischen Immobilienkredit also im Rahmen einer Baufinanzierung eingesetzt.

Günstige Konditionen bei Beamtenkrediten

Sowohl bei Beamtendarlehen als auch bei Beamtenkrediten profitieren die Kreditnehmer fast immer durch günstige Konditionen, durch die sich der Kredit an Beamten auszeichnet. Neben der Schufa-Auskunft ermittelt die Bank die Bonität des Kunden vor allem aufgrund des Einkommens und des Beschäftigungsverhältnisses. Da es keine sicherere Beschäftigung als die eines Beamten oder eines Mitarbeiters im öffentlichen Dienst gibt, haben diese Kunden aus Sicht der Bank eine sehr hohe Kreditwürdigkeit. Vor alle Beamte gelten quasi als unkündbar.

Für die Bank ist das Risiko eines Kreditausfalls also relativ gering, wenn das Darlehen an Beamten vergeben wird. Daher sind die Kreditgeber dazu bereit, die Kredite zu besonders günstigen Zinskonditionen zur Verfügung zu stellen. Nicht selten werden Beamtendarlehen zu einem Zins zwischen 1,5 und 3,0 Prozent vergeben. Sicherheiten müssen zudem sehr selten gestellt werden.

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